BASE Demoprojekt

Dies ist ein Demoprojekt. Es dient Ihnen als Grundlage für den Aufbau individueller Seiten mit Weblication® CMS.

Die Seitenstruktur, das Layout und die von den Redakteuren nutzbaren Seitenelemente können Sie frei definieren.

Weycorpedia

Bandage bei Weycor Walzenzügen

Als Bandage bezeichnet man den Mantel des Walzenkörpers. Man unterscheidet Glattmantelbandagen, Stampffusbandagen und einige Sonderformen. In der Bandage befindet  sich das Vibrationssystem. Das Weycor - System besteht aus einer Erregerwelle, die ein festes exzentrisches Gewicht hat. In dem Gewicht befindet sich ein metallisches Gehäuse, in der über die Fliehkraft eine flexible Masse in eine exzentrische Position gebracht werden kann. Die variable Masse besteht aus Stahlkugeln mit einem Ø von 3 mm. Durch Veränderung der Drehrichtung verändert sich die Schwerpunktlage dieser beweglichen Masse. Je nach Drehrichtung der Vibrationswelle wird mittels Fliehkraft die Masse der Stahlkugeln der festen Exzentermasse hinzuaddiert oder subtrahiert. Bei der Addition ergibt sich zusätzlich zur bereits bestehenden statischen Unwuchtmasse eine noch größere, durch die variable Masse. Es kommt zur großen Schwingungsamplitude, für tiefe Verdichtung. Bei der Subtraktion hebt das entgegengesetzte Gewicht der variablen Masse teilweise die statische Unwuchtmasse der Erregerwelle auf. Es kommt zur kleinen Amplitude für die Oberflächenverdichtung. Je nach Drehzahl erreichte man unterschiedliche Zentrifugalkräfte. Die gesamte Wuchtkraft setzt sich aus der schwingenden Masse der Bandage und der fest damit verbundenen Komponenten zusammen. Dies ergibt die Verdichtungsleistung der Maschine.

bauma

Die "bauma" ist die größte und wichtigste Leitmesse im Bereich Baumaschinen. Auch diese Messe unterliegt einem Drei-Jahres-Rhythmus und wird durch die "Neue Messe München" auf dem ehemaligen Flughafengelände München-Riem ausgerichtet. Bis 1995 wurde auf der Theresienwiese zentral in München ausgestellt, 1998 dann erstmals auf dem neuen Messeglände in Riem. Die Ausstellungsfläche wird regelmäßig vergrössert und erstreckt sich heute weit über das ursprüngliche Messegelände hinaus. Die Messgesellschaft mietet deshalb Fläche von der Stadt München an und baut mehrere Fußgängerbrücken über ein belebte Zubringerstraße, um das Zusatzgelände auch erreichen zu können. Trotzdem ist die Warteliste für potentielle Aussteller lang. Für einen Besucher ist es schlichtweg nicht möglich, innerhalb eines Tages einen Messerundgang zu absolvieren. Man sollte mehrere Tage einplanen, denn die Eindrücke auf dieser Messe hinsichtlich Besucherandrang, Technik, Ausstellervielfalt und auch Entertainment sind prägend. Nicht umsont lautet das Motto dieser Messe "THINK BIG".
Alle Hersteller entwickeln und zeigen Produktneuheiten auf und für die "bauma", weil der Anteil der internationalen Besucher und Austeller einfach überproportional hoch ist und so auch potentielle Kunden aus Übersee angesprochen werden können, die man sonst nicht so einfach erreicht. Die Neue Messe München expandiert mit den Ablegern "bauma China", "bauma India" und "bauma South Africa" auch in die sogenannten Schwellenländer.
Die Messe umfasst den gesamten Hallenbereich und das Freigelände. In den Hallen sind überwiegend die Zulieferer zu finden, im Freigelände errichten die Baumaschinenhersteller zur Messe immer wieder eine neue Messestadt. Der Aufbau beginnt in Einzelfällen bereits 6 Monate vor der Messe selbst, der Abbau dauert bis Ende Mai, also ca. 2 Monate.

Unser Stand befindet sich traditionell im eigentlichen Kerngelände der "bauma", in unmittelbarer Nähe des Eingangs OST, welcher direkt ins Freigelände führt. Sie finden uns auch 2016 hier: Freigelände FM808

Fakten 2013:
Rund 530.000 Besucher aus mehr als 200 Nationen
Insgesamt 3.420 Aussteller – 1.346 nationale und 2.074 internationale Unternehmen – aus 57 Ländern
570.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche 

http://www.bauma.de/de/home.php

Differentialsperre

Man unterscheidet zwischen Selbstsperrdifferentialen und zuschaltbaren Differentialen. Beim Selbstsperrdifferential verriegelt das Differential selbsttätig bei unterschiedlichen Drehzahlen der Räder. Somit wird schon bei normaler Kurvenfahrt ein Selbstsperranteil erreicht, ohne daß der Fahrer darauf Einfluß nehmen kann. Die Räder radieren auf dem Untergrund, der Lader wandert zum äußeren Kurvenradius aus. Das führt besonders auf festem Untergrund zur zusätzlichen Belastung und Verschleiss der Bereifung. Auf lockeren Böden, wie neu gelegtes Pflaster, planierten Flächen oder Rasen beschädigt die Bereifung den Untergrund.
Bei der zuschaltbaren Differentialsperre werden die Differentiale der Achsen nur dann vom Fahrer verriegelt, wenn es nötig ist und dann auch mit kompletter Sperrung d.h. gleiche Verteilung der Antriebskraft auf alle Räder. Bei normaler Fahrt gleichen die Differentiale die Drehzahlunterschiede der Räder aus und in Kurven bleibt der Radlader spurtreu. Das schont die Bereifung und den Untergrund.
Weycor Radlader ab dem Modell AR 60 haben eine 100% zuschalbare Differentialsperre und Starrachsen mit Planetenuntersetzung. Man erhält somit einen kraftvoller Vortrieb und hohe Traktion.

Dieseloxidationskatalysator

aus dem englischen: diesel oxidation catalytic converter - DOC

Zur  Verringerung der löslichen Partikel im Abgas. Dieser Katalysator entfernt Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe aus dem Abgas von Dieselmotoren durch Oxidation mit dem Restsauerstoff. Dieselmotoren verbrennen kein vorbereitetes Brennstoff-Luft-Gemisch. Der Brennstoff wird innermotorisch in die komprimierte Luft eingebracht. Da der Brennstoff nicht gleichmäßig verteilt wird, führt die Verbrennung in Gänze zu einem hohen Luftüberschuss, im Abgas sind daher hohe Sauerstoffkonzentrationen vorhanden. Die Stickoxid-Minimierung von Dieselmotoren kann zunächst durch innermotorische Maßnahmen, also die gezielte Beeinflussung der Verbrennung zum Beispiel durch eine teilweise Ruückführung der Abgase erfolgen. Es ist keine Regeneration notwendig.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrzeugkatalysator

Dieselpartikelfilter

Ein Dieselrußpartikelfilter ist eine Einrichtung zur Reduzierung der im Abgas von Dieselmotoren vorhandenen Partikel. Der Partikelfilter wird auch nach der Partikelherkunft Dieselpartikelfilter (DPF) oder nach der Partikelzusammensetzung Rußpartikelfilter (RPF) genannt. Dabei gibt es zwei Funktionsweisen, die sich grundsätzlich unterscheiden: Wandstromfilter, bei denen das Abgas im Filter eine poröse Wand durchdringt, und Durchflussfilter (Nebenstromfilter), bei denen das Abgas den Filter an seiner inneren Oberfläche entlang durchfließt.
Bei einem Wandstromfilter wird das mit den Rußpartikeln versetzte Abgas bei der Durchdringung einer porösen Filterwand gefiltert. Die Partikel bleiben dabei bei Oberflächenfiltern hauptsächlich an der Oberfläche der Filterwand hängen oder verbleiben mittels Tiefenfiltration im Inneren der Filterwand. Größere Partikel können die Filterwand nicht passieren und lagern sich so auf ihrer Oberfläche an. Auf diese Weise können sich bis zum Zeitpunkt der Regeneration bis zu 200 µm dicke Schichten an der Kanaloberfläche bilden. Allen Wandstromfiltern gemein ist eine langzeitstabile, sehr hohe Abscheidungsrate (mehr als 95 %) der gesamten Partikelmasse und eine geringe Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs. Dieser Mehrverbrauch resultiert zum einen aus dem Regenerationsprozess, der einen zusätzlichen Verbrauch durch die Nacheinspritzung von Kraftstoff bzw. Mehrverbrauch durch die Erzeugung elektrischer Energie für die elektrische Heizspirale bedingt, als auch aus dem erhöhten Abgasgegendruck, den die im Filter eingelagerten Partikel verursachen.
Nebenstromfilter arbeiten in der Regel nach dem Prinzip der Tiefbettfiltration im Nebenstrom. Durch konstruktive Details wird ein Teil des Abgasstromes durch ein Vlies o. ä. in die Nachbarkanäle umgelenkt, und die Rußpartikel werden herausgefiltert. Der Abgasstrom wird jedoch nicht gezwungen, die feinporöse Wand zu durchdringen. Im Falle einer Überladung durch Dieselrußpartikel wird der Abgasteilstrom durch die normalen Längskanäle abgeleitet. Die Nebenstromfilter arbeiten meist nach dem CRT-Prinzip (CRT = Continuously Regeneration Trap). Da der Abgasstrom eines Nebenstrom-Tiefbettfilter nicht vollständig durch eine feinporöse Wand gezwungen wird, ist der Filtrationswirkungsgrad deutlich geringer. Die Senkung der gesamten Partikelmasse beträgt 30 - 40 %, teilweise auch mehr. Da jedoch ein Großteil der Abgasströmung an der Vlieslage in Längsrichtung vorbeigeführt wird, werden von Nebenstrom-Tiefbettfiltern aufgrund von Diffusionen / Adhäsionen vor allem die besonders gesundheitsschädlichen, ultrafeinen Partikel (Durchmesser < 400 nm) um etwa 80 % reduziert. Bei einer Nachrüstung von Fahrzeugen mittels Nebenstrom-Tiefbettfilter sind neben dem Einbau des Abgasnachbehandlungssystems im Abgasstrang keine weiteren Änderungen am Fahrzeug notwendig, weil bei den üblichen Systemen der Abgasgegendruck praktisch keine unzulässigen Werte erreichen kann. Der Filterwirkungsgrad ist stark abhängig von Filterausführung, Fahrzeug, Betriebsbedingungen und -zuständen (auch im zeitlichen Verlauf) und dem Zusammenspiel dieser Einflüsse.
Die Regeneration des Filters erfolgt durch Verbrennung der eingelagerten Partikel. Sie wird notwendig, wenn durch die Partikelbeladung ein hoher Abgasgegendruck den Abgasausstoß zu stark behindert. Eine einfach zu erfassende Messgröße, die es erlaubt, die Höhe der Beladung des Filters zu erkennen, ist der Differenzdruck über den Filter. Da dieser Differenzdruck in Abhängigkeit von Motordrehzahl, Lastzustand und Beladungsmenge variiert, müssen diese Parameter in einem Kennfeld erfasst sein. Die Überwachung des Differenzdrucks sowie die Einleitung und die Steuerung der Regeneration werden durch die Motorsteuerung des Dieselmotors durchgeführt. Die Regneration kann durch Nacheinspritzung, einen Oxidationskatalysator, durch eine Heizspirale, katalytisch oder der Zugabe von Additiven erfolgen. Die Regenearation kann unter bestimmten Umständen kontinuierlich, immer aber auch selektiv mit Stillstandszeiten durchgeführt werden
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Dieselru%C3%9Fpartikelfilter

ECO-Speed bei Weycor Walzenzügen

In herkömmlichen Walzenzügen ist der hydrostatische Antrieb der Vibrtionseinheit abhängig von der Dieselmotordrehzahl. Das hat zur Folge, daß der Dieselmotor auf „Vollast“ gefahren werden muß, um die entsprechende Drehzahl der Erregerwelle zu erhalten. Das ist unabhängig davon, ob die Leistung des Motors bei max. Drehzahl auch tatsächlich gebraucht wird.
Durch die Option "ECO-Speed" wird die Drehzahl des Dieselmotors in Richtung optimales Motormoment um ca. 400 U/Min abgesenkt. Die Antriebspumpe des hydrostatischen Antriebs der Vibrationseinheit regelt nun den Volumenstrom so, daß die Drehzahl der Erregerwelle davon nicht beeinflusst wird. Pumpe und Motor stellen für den geschlossenen Kreislauf des Vibrationsantriebs immer die "richtige" Drehzahl der Vibrationswelle zur Verfügung. Daraus folgt, dass die Lärmbelastung ca. 13 dBA sinkt und ca. 10% - 12% Kraftstoff eingespart wird. Die Pumpenverstellung erfolgt elektronisch über einen Controller an der Pumpe, dieser erhält die Drehzahl des Dieselmotors über den CAN-Bus. Wird durch ansteigen des Fahrdrucks der Dieselmotor gedrückt, erhöht sich die Motordrehzahl mit gleichzeitiger Anpassung der Drehzahl der Erregerwelle.
Zusammengefasst heisst das: Durch "ECO-Speed" kann die Motordrehzahl gesenkt werden, während im Hydrauliksystem die volle Leistung weiter zur Verfügung steht. Kraftstoffverbrauch und Lärmpegel sinken, Vibrationsfrequenzen und Zentrifugalkräfte bleiben unbeeinflußt.

Federspeicherbremse

Eine Federspeicherbremse oder Negativbremse ist eine bei schweren Fahrzeugen verwendete Bremseinheit. Die Bremsbeläge werden rein mechanisch mittels Federkraft an die Bremsscheibe oder Bremstrommel gedrückt. Um die Bremse zu lösen, muss daher eine Kraft aufgewendet werden, was in der Regel durch pneumatische oder hydraulische Betätigung erfolgt. Federspeicherbremsen arbeiten nach dem Prinzip, dass bei Ausfall des Betätigungsmediums (z. B. bei einer Leckage) die Bremse trotzdem wirkt – sie kann somit als Notbremse und Feststellbremse angewendet werden.
Die Federspeicher- oder Negativbremse ist bei Weycor Radladern ein geschlossenes Bremssystem (Ölbadlamellenbremse) und hält den Radlader bei aktivierter Brems- oder Inchfunktion am Hang sicher auf Position und blockiert bei Motorstillstand automatisch alle vier Räder. Die Lamellenbremse läuft im Ölbad und ist dadurch besonders wartungs- und verschleißarm.
Die Ölbadlamellenbremse ist eine Sonderform der Scheibenbremsen, bei dem fixierte Bremsbeläge die im Ölbad umlaufende Bremsscheibe durch Anpressen verzögern.

HA - Regelung bei Weycor Walzenzügen

Funktion HA -Regelung (Anti-Schlupf-Regelung):
Grundsätzlich steht der Hydro-Motor im min. Schluckvolumen (kleines Antriebsmoment, hohe Drehzahl). Fährt die Walze bergauf, steigt der Fahrwiderstand bis der Pumpendruck nicht mehr zum weiterfahren reicht. Der Hydro-Motor schwenkt nun ins max. Antriebsmoment, somit geht der Vortrieb mit hohen Fahrdruck weiter. Durch das max. Antriebsmoment würde die Bandage "durchrutschen" und der Vortieb kommt zum Stillstand. Das führt aber auch zum Zusammenbruch des Fahrdrucks. In diesem Moment regelt der Hydraulikmotor wieder zurück zum geringerem Antriebsmoment. Durch das Zusammenspiel an der Grenze zwischen Haft- und Gleitreibung befindet sich der Walzezug immer etwas oberhalb und unterhalb der Grenze des optimalen Antriebsmoments, das Gerät arbeitet mit dem max. Fahrwiderstand. In diesem System wird der Hauptteil der Antriebskraft an der Hinterachse aufgebracht. Der Gesamtförderstom steht bei Qmin, erst wenn die Hinterachse mit max. Druck (ohne Reifenschlupf) keinen Vortrieb mehr hat, greift der Motor an der Bandage ein und und der Kolben schwenkt in Vg_max. Somit wird ohne elektronische Regelung und ohne Meßsensoren die optimale Regelung des Fahrantriebs erreicht. Diese Funktionen können durch Schalten des Fahrers „übersteuert“ werden, dann wird der Walzenzug wie ein konventioneller 4 - Stufen Antrieb Walzenzug gefahren.
Die Vorteile sind:
Der Fahrantrieb stellt sich automatisch auf verschiedene Untergründe ein.
Kein Eingriff des Fahrers erforderlich.
Optimale Einstellung auf jeden Untergrund.
Die Regelung erfolgt an der Rutschgrenze.
Maximal mögliche Traktion auf der Achse.
Stufenlose Zugkraftregelung an der geregelten Achse.
Hydromotoren sind elektrisch übersteuerbar (Vg_max-Schaltung).
Keine Parametrierung von Elektronik erforderlich.
Robuste Bauweise ohne Regel-Elektronik (keine Sensoren).

Hydrostat

Dieser Antrieb ist in vielen Arbeitsmaschinen und Flurförderzeugen vorzufinden. Ein Hydrostat ermöglicht das stufenloses Fahren, Bremsen und Reversieren. Stufenlose hydrostatische Fahrantriebe wandeln die mechanische Leistung eines Antriebsaggregates (Dieselmotor) durch eine Pumpe in hydraulische Leistung um. Die hydraulische Leistung kann man einfach transportieren und in Verbrauchern wieder in mechanische Leistung umformen. Durch das Einleiten von unter Druck stehender Flüssigkeit in Zylinder werden die darin befindlichen Kolben und Kolbenstangen in lineare Bewegung versetzt, die für Arbeitsvorgänge oder den Antrieb von Maschinen genutzt wird, Hydromotoren wandeln diese Energie in eine Drehbewegung um. Hydrostatische Antriebe sind eine energetisch optimale Getriebeart, wenn eine stufenlose Verstellung der abtriebsseitigen Geschwindigkeit erforderlich ist. Bei Radladern sind hydrostatische Fahrantriebe verbreitet. Ein Hydrostat verbessert unter anderem die Manövrierfähigkeit, ermöglicht eine genaue Getriebesteuerung, bietet Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung und einen hohen Wirkungsgrad. Beim Einfahren der Schaufel in das Schüttgut entstehen erheblich geringere Energieverluste als bei einem Getriebe aus hydrodynamischem Wandler und Lastschaltgetriebe. In unseren Radladern verwenden wir ausschließlich Komponenten von den deutschen Herstellern Bosch Rexroth oder Linde.

Inchpedal

Beim Inchen durch die Betätigung des Inchpedales wird bei hydrostatischen Antrieben eine Trennung des Fahrantriebs von Förder- und Hebefunktionen erreicht. Neben Gas- und Bremspedal findet man im Idealfall ein drittes Pedal zum Inchen vor. Dieses wird mit dem linken Fuß bedient und sorgt dafür, dass langsame Fahrmanöver bei gleichzeitig hohen Hubkräften und umgekehrt möglich sind, denn bei Arbeitsmaschinen mit hydrostatischem Antrieb ist die Leistung von der Drehzahl des Antriebsmotors abhängig. Um die Anforderungen an Fahr- und Hubwerkseinsatz mit unterschiedlichen Leistungen darstellen zu können, muss man also inchen.
Als einziger Hersteller bieten wir unsere Weycor Radlader mit einem separaten Inchpedal an. Anders als beim kombinierten Brems-/Inchpedal ist hier die Gefahr, gegen die Betriebsbremse zu fahren, ausgeschaltet. Ein großzügig bemessener Inchbereich ermöglicht die feinfühlige Verteilung der Schub- und Hubkräfte. Das Resultat: weniger Verschleiß und Kraftstoffverbrauch.

Intermat

Die Messe "Intermat" auf dem Messegelände Paris-Nord Villepinte ist eine der drei internationalen Leitmessen im Baumaschinenbereich. Es findet eine Rotation mit der  "bauma" in München und der "Conexpo" in Las Vegas statt, somit unterliegt die Messe einem Drei-Jahres-Rhythmus. Es werden Baumaschinen, Anbauwerkzeuge und technologische Lösungen für diesen Bereich ausgestellt.

Intermat Fakten:
1.300 Austeller aus 37 Ländern
375.000 m² Ausstellungsfläche in den Hallen
30.000 m² Demonstartionsfläche im Außengelände
200.000 Besucher aus 148 Ländern
50 internationale Delegationen aus 25 Ländern

Adresse:
Paris Nord Villepinte Exhibition Centre
BP 68004
95970 ROISSY CDG CEDEX
FRANCE

Knickpendelgelenk

Knickpendelgelenke werden verwendet, um Hinter- und Vorderrahmen von Land- und Baumaschinen miteinander beweglich zu verbinden. Die Maschine ist durch eine Knickbewegung um eine horizontale Achse lenkbar, der Hinterwagen kann in der vertikalen Achse pendeln. Der Vorteil des Knickpendelgelenks ist die Tatsache, daß Vorder- und Hinterwagen in einer Spur laufen. Das Anbauwerkzeug läßt sich ohne verfahren der ganzen Maschine nur durch das Schwenken des Vorderwagen genau positionieren. Die Pendelung gleicht Bodenunebenheiten aus und erzeugt einen gleichmäßigen Raddruck. Durch die Kombination mit Starrachsen ist eine gute Geländegänigkeit gegeben. Durch den konstruktiv tief angelegten Drehpunkt des Pendelgelenks in Zusammenhang mit dem tiefliegenden Schwerpunkt der Maschine wird eine gute Standsicherheit erreicht.
In Weycor Radladern verwenden wir fast ausschließlich robuste, wartungsarme Knickpendelgelenke in Verbindung mit Starrachsen. Diese sorgen mit einer Pendelung von ±12° im Hinterwagen und einem beidseitigen Knickwinkel von 40° für hervorragende Geländegängigkeit, bodenschonendes Fahren und extreme Wendigkeit. Durch den tief liegenden Schwerpunkt haben Weycor Radlader auch unter extremen Bedingungen eine hohe Kippstabilität. Viele Hersteller begrenzen den Knickwinkel unter 40°, um die Stabilität zu gewährleisten. Bei regelmäßiger Wartung und Pflege kann man mit einer hohen Langlebigkeit des Knickpendelgelenks kalkulieren. Eine Ausnahme bilden die Typen 75e S und 75e T. Diese Maschinen verfügen über ein Knickgelenk und eine hintere Pendelachse.

Kräfte nach DIN 24094 (Erdbaumaschinen - Lader)

Zugkraft >> Die Kraft, die durch Ketten oder Räder in den Boden übertragen werden kann, wenn die erforderliche Traktion vorhanden ist.
Hubkraft >> Eine vertikale Kraft, die durch den Hubzylinder erzeugt wird. Sie ergibt sich aus der Kraft des Hubzylinders und den Hebelarmverhältnissen des Hubarmes und greift im Schwerpunkt der Schaufel an.
Reißkraft >> Senkrechte Kraft an der Schaufelbodenvorderkante oder der Schneide. Sie wird vom Kippzylinder erzeugt.

No-Spin-Differential bei Weycor Walzenzügen

Ein No-Spin-Differential ist eine Sonderform des Sperrdifferentials. Wenn es bei Kurvenfahrt zu unterschiedlichen Drehzahlen zwischen den Rädern kommt, entkoppelt das Differential selbständig. Nur noch die Kupplungsscheibe auf der langsamer drehenden Seite ist im Eingriff und überträgt das volle Moment, bis zwischen den Rädern die Drehzahl wieder gleich ist. Die Differentialsperre ist permanent im Eingriff, so wird eine gute Traktion erreicht.

Mehr dazu hier: https://www.youtube.com/watch?v=Zt0t4PKTiow

Nutzlast in der Ladeschaufel

Die Nutzlast nach EN 474-3 in der Ladeschaufel darf bei Radladern 50% der Kipplast nicht überschreiten, wenn der Radlader maximal eingelenkt ist.

P-Kinematik

Bei der Parallelkinematik setzt der Kippzylinder in der Mitte des Umlenkhebels an, dadurch ist die Zylinderstange parallel zum Hubarm angeordnet. Die Führung des Arbeitswerkzeuges besonders beim Palettengabeleinsatz ist genauer, weil das Werkzeug beim Anheben des Hubwerkes die in der unteren Position eingenommene Stellung auch in der obersten Position beibehält. Gegenüber der Z-Kinematik ist die Losbrech- und Reißkraft jedoch geringer, weil der Öldruck auf die Kolbenstangenseite wirkt, deshalb wird diese Kinematik hauptsächlich im Umschlag und Transport eingesetzt.

Pendelachse

Die Schwerpunktlage der Maschine ist bedingt durch die Verwendung einer hinteren Pendelachse in Kombination mit einem Knickgelenk ungünstiger, weil höher als bei der Kombination Starrachse und Knickpendelgelenk. Diese wandert max. um die Größe des Pendelweges (ca. ±8 - 12°) nach oben, dadurch wird die Standsicherheit ungünstig beeinflusst. Zum Ausgleich verwendet man oft eine Achsauflastung im unteren, hinteren Bereich der Maschine, um eine bessere Standsicherheit zu erreichen. Weiterhin kann auch nicht die Geländegängigkeit von knickpendelgelenkten Ladern erzielt werden.
Beim Weycor Schwenklader 75e S verwenden wir dennoch eine Pendelachse in Verbindung mit einem Knickgelenk, damit das Gewicht des Hinterrahmens zur Standsicherheit des Laders beiträgt, sobald das Hubwerk bis zu 90° nach links oder rechts verschwenkt wird. Das geht deutlich über den sonst üblichen Knickwinkel hinaus, der bei unseren Radladern mit Knickpendelgelenk und Starrachsen maximal 40° beträgt. Außerdem erfolgt beim 75e S eine automatische Blockierung der Pendelachse mittels Hydraulikzylinder, gesteuert über Positionssensoren am Hubwerk. Das Modell 75e T ist wegen der Länge des voll austeleskopierten Hubwerkes ebenfalls mit einer Pendelachse ausgestattet.

Radlader

Überall wo Material aufgenommen werden muss und über kurze Wege zu transportieren ist, werden heute Radlader eingesetzt. Radlader gehören zur Gruppe der selbstfahrenden Arbeitsmaschinen und unterscheiden sich grundsätzlich durch die Art des Antriebes,der Lenkung und der Kinematik. Beim Antrieb setzt man auf den Hydrostat oder den Wandler. Bei der Lenkung auf das Knickpendelgelenk mit Starrachsen, das Knickgelenk mit hinterer Pendelachse oder die Achsschenkellenkung mit ungeteiltem Rahmen. Im Bereich Kinematik sind zwei Hauptformen verbreitet, die Z-Kinematik und die Parallelkinematik.
Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Bauhauptgewerbe, Recycling, Gewinnung, Garten- und Landschaftsbau, Transport oder kommunale Einsätze. Generell sind Radlader in der Wirtschaft willkommene Umschlagmaschinen für die verschiedensten Schütt- und Stückgüter. Durch eine reichhaltige Palette verschiedener Anbauwerkzeuge sind auch Spezialeinsätze darstellbar.

Radlader als lof Zugmaschine

Radlader können auch als land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschine zugelassen werden. In der Zulassungsbescheinigung Teil I steht meistens dann unter Punkt J die entsprechende Schlüsselnummer. Die Nummer 892000 (alt 8720) kennzeichnet den Lader dann als lof Geräteträger. Ein Geräteträger muss mit Einrichtungen zum Ziehen,Schieben, Tragen und zum Antrieb von auswechselbaren Geräten für lof Arbeiten oder zum Ziehen von Anhängern in lof Betrieben bestimmt und geeignet sein. Werden diese Voraussetzungen erfüllt, kann die selbstfahrende Arbeitsmaschine von einem amtlich anerkannten Sachverständigen in eine lof Zugmaschine „umgeschlüsselt“ werden. Fast alle Weycor - Radlader können übrigens ab Werk die lof Zulassung erhalten, insofern die Voraussetzungen erfüllt sind.
Auch beim Führerschein gibt es Unterschiede zwischen den beiden Zulassungsarten. Der als selbstfahrende Arbeitsmaschine eingestufte Radlader kann bis 25 km/h bbH mit der Klasse L gefahren
werden. Dabei spielt es keineRolle, ob der Lader auf einem landwirtschaftlichen Betrieb oder einem
Gewerbebetrieb, zum Beispielbei einem Bauunternehmer im Einsatz ist. Unabhängig vom Gewicht bedeutet dies, dass alle Führerscheininhaber der Klasse B (Auto) auch diese Fahrzeuge fahren dürfen, denn die Klasse L wird von der Klasse B mit eingeschlossen. Die selbstfahrenden Arbeitsmaschinen,
die in der Land oder Forstwirtschaft bis 40 km/h bbH zugelassen sind, können mit der landwirtschaftlichen T Klasse gefahren werden.
Beim Bauunternehmer hingegen müsste das gleiche Fahrzeug je nach zulässigem Gesamtgewicht
mit der Klasse C1 oder C gefahren werden. Als Zugmaschine darf der Radlader für lof Zwecke mit der Klasse L bis zu einer bbH von 40 km/h gefahren werden. Im Anhängerbetrieb ist jedoch die Betriebsgeschwindigkeit von 25 km/h einzuhalten. Mit der Führerscheinklasse T könnte der Radlader als Zugmaschine ab 18 Jahren sogar bis zu einer bbH von 60 km/h gefahren werden. Dies wäre auch bei einer gewerblichen Biogasanlage möglich, da auch hier der lof Zweck gegeben ist. Bei anderen
Gewerbebetrieben kommen die Klassen L und T für Zugmaschinen nicht zum Tragen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.lksh.de/fileadmin/dokumente/Bauernblatt/PDF_Toepper_2014/BB_42_18.10/30-31_Vaupel.pdf

Schüttgewicht

Als Schüttgewicht oder auch Schüttdichte bezeichnet man die spezifische Dichte (Masse je Volumen) eines Gemenges aus einem Schüttgut  Das Schüttgewicht wird in t/m³ angegeben.

Einige typische Schüttgewichte in t/m³:
Asphalt, gebrochen 0,7 - 0,95
Beton aus Kies 2,3
Eisenerz 1,6 - 3,2
Getreide, feucht 0,88 - 1
Granit 2,8
Holz, nass 0,9
Holz, trocken 0,7
Kalksandsstein 1,8
Kalkstein 2,7 - 2,9
Kartoffeln 0,75
Kies, nass 2,0
Klinkerziegelsteine 2,0
Lehm und Ton 2,1
Mais, geschält 0,75
Mischfutter 0,5
Mörtel 2,0
Muttererde, naß 1,6 - 1,8
Sand und Kies, naß 2,0
Sand und Kies, trocken 1,8
Sandstein 2,6
Stahlbeton 2,5
Steinschotter 1,5 - 1,8
Zement, gerüttelt 1,9
Ziegel 1,8 - 2,0
Zucker 0,7 - 1,0

SCR

Selektive Katalytische Reduktion - Ein Verfahren zur Reduktion von Stickoxiden. Hierbei wird kontinuierlich eine wässrige Harnstofflösung (zum Beispiel AdBlue) in den Abgasstrom eingespritzt, aus welcher durch Hydrolyse, der Spaltung einer (bio)chemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser, Kohlenstoffdioxid und Ammoniak entstehen. Der so entstandene Ammoniak reduziert die Stickoxide im Abgas zu normalem Stickstoff. Das SCR-Verfahren wird inzwischen in zahlreichen Nutzfahrzeugen eingesetzt, um vor allem die Abgasgrenzwerte nach Euro 4, Euro 5 und Euro 6 zu unterschreiten.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrzeugkatalysator

Statische Kipplast

Die statische Kipplast (kg) definiert den Wert, bei dem durch das Gewicht im Nutzlastschwerpunkt der Schaufel, die Hinterräder gerade vom Boden abheben. Diese Angaben sind für die Standsicherheit und somit für die Arbeitssicherheit entscheidend. Der maßgebende Wert ist derjenige, wenn das Hubwerk gestreckt und der Lader voll eingelenkt ist.
Beim Palettengabeleinsatz verringern sich diese Werte gem. Hebelgesetz deutlich, weil sich der Lastschwerpunkt um die halbe Länge der eingesetzten Palettengabellänge vom Schwerpunkt weg nach außen verschiebt. Die statische Kipplast beim Palettengabeleinsatz gilt auch für den geknickten Zustand,  bei gestrecktem Hubwerk, dann befindet sich der Radlader im ungünstigsten Lastzustand. Die Lasten auf der Palettengabel werden zudem durch einen Standsicherheitsfaktor vom Gesetzgeber eingeschränkt. Beim Verfahren in Bodennähe auf ebenen Gelände beträgt die Nutzlast maximal 80% der statischen Kipplast beim Palettengabeleinsatz, bei unebenen Gelände reduziert sich dieser Wert auf 60%. Um bessere Werte im täglichen Einsatz zu erreichen, werden oft die Knick- und Pendelwinkel zu Lasten der Wendigkeit begrenzt. Es werden auch Zusatzgegengewichte verwendet oder man füllt Wasser in die Hinterreifen, um einen Radlader in einen Leistungsereich aufzulasten, der eigentlich die Anschaffung eines größeren Gerätes notwendig machen würde. Diese Maßnahmen führen aber immer zu erhöhtem Verschleiss. Weitere wichtige Parameter für den Radladereinsatz sind Schaufelinhalt, Ausschütthöhe und Ausbrechkraft.

Teilnahme von Erdbaumaschinen am öffentlichen Straßenverkehr

Erdbaumaschinen dürfen nur auf öffentlichen Straßen fahren, wenn sie nach der StVZO und StVO ausgerüstet sind und der Fahrer den entsprechenden Führerschein besitzt.
Notwendige Fahrerlaubnis (§ 6 Fev):
>> Bei einer durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit (bbH) von 6 Km/h darf ohne Führerschein gefahren werden.
>> Beträgt die bbH nicht mehr als 25 Km/h, ist die Fahrerlaubnis der Führerscheinklasse L ohne Gewichtsbegrenzung ausreichend.
>> Beträgt die bbH mehr als 25km/h, ist bei Erdbaumaschinen:
- mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 t der Euro-Führerschein B
- bis zulässigem Gesamtgewicht 7,5 t der Euro-Führerschein C1
- über 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht der Euro-Führerschein C erforderlich.

Ist die bbH höher als 20 km/h, dann muß das Fahrzeug ein eigenes Kennzeichen haben. Ist die bbH niedriger als 20 km/h muß eine Kennzeichnung auf der linken Seite des Fahrzeug mit:
Vorname/Zuname
Wohnort (Firma und Sitz)
nach StVZO §64b
erfolgen.
Notwendige Dokumente:
- ABE
- Führerschein
- Prüfbericht gemäß VGB 40 § 50 (Sachkundeprüfung)

Bei Fahrten auf öffentlichen Straßen müssen verkehrsgefährdende Teile, z.B. scharfe Kanten und Zähne der Schaufel, abgedeckt werden. Das Hubwerk usw. muss in Fahrstellung gebracht und verriegelt werden. Es darf nur mit leerer Schaufel / Arbeitswerkzeug gefahren werden.
Mit angebauter Palettengabel sind Fahrten auf öffentlichen Straßen nicht zulässig. Die Palettengabel darf auch nicht in der angebauten Schaufel transportiert werden, sondern muss separat auf / in einem Transportfahrzeug mitgeführt werden.
Bei Baggern muss zusätzlich der Oberwagen gegen Verdrehen festgesetzt werden.
Fahrten auf öffentlichen Straßen sind ohne begleitende Maßnahmen nicht zulässig, wenn das Maß von der Vorderkante der Schaufel / des Hubwerkes usw. in Transportstellung bis zur Mitte des Lenkrades mehr als 3500 mm beträgt.

Verdichtung

Die Verdichtung verschiedener Materialien ist die Aufgabe der Walzen. Die Bodenart bestimmt den Verdichtungsaufwand (bzw. die Maschinenart) der betrieben werden muss, um die gewünschten Verdichtungsergebnisse zu erreichen. In der Praxis unterscheidet man zwischen bindigen und nicht bindigen Böden. Bei bindigen Böden haften und kleben die Teilchen aneinander. Nur bindige Böden lassen sich kneten und zu einer Kugel formen, wie z. B. Ton oder Lehm. Bindige Böden werden am besten mit einer Stampffußbandage und deren knetender Wirkung mit einer sich überlagernden Vibration verdichtet. Bei nichtbindigen Böden sind die Bodenteilchen größer und haften oder kleben nicht aneinander. Diese Bodenarten werden am besten mit einer Glattbandage verdichtet.
Durch die Vibration werden die Reibungskräfte des Materials im Boden verringert und die Hohlräume reduziert. Dadurch erfolgt eine bessere Lagerung und Abstützung des Materials untereinander. Das Ziel ist es, möglichst geringe Hohlräume zu haben, damit eine Verzahnung des Materials erfolgen kann. Nur ein gut verdichteter Untergrund lässt zu, dass die auf den Untergrund weiter aufgebauten Schichten ebenfalls gut verdichtet werden können.
Ein maßgeblicher Punkt für die Verdichtungsleistung ist die Schütthöhe, auf der die Maschine eingesetzt wird. Die richtige Schütthöhe richtet sich nach Art des Materials und der einzusetzenden Maschine. Große Schütthöhen verlangen nach schweren Walzenzügen mit großer Amplitude und hoher Wuchtkraft, um eine Durchdringung des Materials zu gewährleisten. Leichtere Walzenzüge werden auf flacheren Schütthöhen eingesetzt.

Bindiges Material:
Feuchtes, lehm- und tonartiges Material wird mit der Stampffußbandage verdichtet. Die Glattbandage läuft hinterher, sobald der richtige Feuchtigkeitsgrad erreicht ist.

Sandiges Material:
Sand wird mit kleiner Amplitude verdichtet teilweise auch nur statisch. Zuviel Verdichtungsenergie kann das Material verschieben. Sand wird auch mit Kalk gemischt, um verdichtungsfähiges Material zu erhalten.

Gebrochenes Material (Schotter, Kiese):
Gebrochenes Material ist eine solide Basis mit hoher Tragfähigkeit. Das Gesteinsmaterial muss vom Boden bis zur Oberfläche verdichtet werden. Je nach Verdichtungsleistung der Maschine in unterschiedlicher Schichtstärke. Dabei ist darauf zu achten, dass der Stein nicht gebrochen wird, da dann die Tragfähigkeit verloren geht.

Statische Verdichtung:
Diese Verdichtung nutzt ausschließlich die Eigenmasse des Vorderwagens (Achslast) zur Verdichtung des Untergrunds. Es findet keine dynamische Verdichtung statt. Entscheidendes Gerätekriterium ist die statische Linienlast und der Durchmesser der Bandage.

Verdichtung mit Vibration:
Diese Verdichtung nutzt die Kräfte erzeugt durch Rotation exzentrisch angeordneter Massen und Eigenmasse des Walzenkörpers zur Verdichtung des Untergrunds. Diese dynamische Kraft wird verursacht, indem man ein exzentrisches Gewicht innerhalb der Trommel dreht. Diese Umdrehung entwickelt eine Zentrifugalkraft, die ausreichend ist, das Gewicht der Stahltrommel anzuheben und fallenzulassen, Dieser Zyklus wiederholt sich von 25 bis 40 mal pro Sekunde, während sich die Maschine über die Oberfläche bewegt. Entscheidende Gerätekriterien sind statische Linienlast, schwingende Masse, Frequenz und Amplitude.

Bodenarten:
Ton >> Seifig und klebt stark.
Schluff >> Mehlartig, fühlt sich weich an,  sehr fein, trockene Bodenteilchen lassen sich leicht zermahlen.
Sand >> Sehr fein und rollt in der Regel sehr einfach ab.
Kies >> Durchmesser von 5 mm bis mehreren Zentimetern, ebenfalls rund und rollt einfach ab.
Fels >> Unterschiedliche Blöcke, Größe und Festigkeit variabel, höchste Tragfähigkeit.

Walzenzug

Ein Walzenzug ist eine Baumaschine und zählt zur Gruppe der Verdichtungsgeräte. Mit ihrer Hilfe können großflächig bindige und nichtbindige Böden, Trag- und Frostschutzschichten verdichtet werden. Eine ausreichende Verdichtung ist notwendig, um Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit der eingebrachten Materialien gewährleisten zu können. Der Walzenzug ist mit einer Walzenbandage mit integrierter Vibrationseinheit und mit einer Luftbereifung an der Hinterachse ausgestattet. Das Vibrationssystem ermöglicht über zwei wählbare Amplituden und Frequenzen den Einsatz bei der Tiefen- und Oberflächenverdichtung. Hohe Zentrifugalkräfte und niedrige Frequenz sind bei der Tiefenverdichtung notwendig, geringere Zentrifugalkräfte und hohe Frequenzen bei der Oberflächenverdichtung. Wichtige Geräteparameter für die Verdichtungswirkung sind das Gesamtgewicht der Maschine, die statische Linienlast, die schwingende Masse, sowie Amplitude und Frequenz.

Einsatz der kleinen Amplitude bei der Verdichtung von dünnen Schichten:
• Kies, Sand, Mischböden
• Kies- und Schottertragschichten
• Oberflächenverdichtung

Einsatz der großen Amplitude bei der Verdichtung von dicken Schichten:
• nichtbindige und bindige Böden
• Kies- und Schottertragschichten
• hydraulisch gebundene Tragschichten
• Frostschutzschichten
• Untergründe
• Dämme

Einsatzbereiche:
• Wirtschaftswege, Parkplätze
• Industriebau
• Straßenbau
• Autobahn- und Schwerlaststraßenbau
• Flugplatz- und Gleisbau
• Deich- und Dammbau

Z-Kinematik

Diese Kinematik wird durch einen kurzen, geschwungenen Hubarm mit einem zentralen Kipphebel als Umlenkhebel charakterisiert, die Hub- und Kippzylinder sind am Hubwerk angelenkt. Das Maximum an Losbrechkraft wird erreicht, wenn auf die volle Kolbenfläche der Öltrom wirkt. Beim Auskippen wird die kleinere Fläche der Kolbenstangenseite mit Öl versorgt, daraus leitet sich eine größere Geschwindigkeit ab und es kann schnell abgekippt werden. Die Parallefführung bei Palettengabelbetrieb kann durch minimale Nachsteuerung des Kippzylinders ausgeglichen werden.
Die Weycor Z-Kinematik zeichnet sich durch hohe Reißkräfte und exzellente Hubhöhen aus. Die sehr gute Parallelführung bietet optimale Voraussetzungen für den Einsatz von Palettengabeln. Beim Senken des Hubwerkes mit Schaufel erfolgt eine automatische Schaufelrückführung in Grabstellung. Die nach oben verjüngte Ladeschwinge sorgt selbst unter schwierigen Arbeitsbedingungen jederzeit für beste Sicht auf Anbauwerkzeug und Arbeitsumfeld.

 
Atlas Weyhausen GmbH
Visbeker Straße 35
D-27793 Wildeshausen

Fax: +49 (0) 44 31-981-225
+49 44 31 - 981 - 0